Junge in Dübendorf: Es liegt mehr drin für Dübi

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Junge in Dübendorf: Es liegt mehr drin für Dübi

Dübendorf wächst und entwickelt sich. Neue Quartiere entstehen, der Innovationspark nimmt Form an, das Hallenbad und die Klimastrategie stehen in der Pipeline. Die Basis stimmt, und mit ein paar mutigen Ideen liegt noch mehr drin, finden die beiden Jungen Dario Glasl und Alex Häner in ihrem Leserbrief.

Nehmen wir den Stadtkern: Die Tempo-30-Zone im Zentrum war ein richtiger Schritt für ein lebenswerteres Dübi, auch wenn einige zusätzliche Fussgängerstreifen das Ganze noch verbessern würden. Der nächste logische Schritt wäre eine Fussgängerzone zwischen Bahnhof und Glatt. Gut fürs Flanieren, aber auch gut fürs lokale Gewerbe, denn Fussgängerzonen bringen nachweislich mehr Laufkundschaft. An der Glatt fehlen Verweilmöglichkeiten: Parks, Renaturierung, Sportanlagen. Und warum ist der Chilbiplatz eigentlich ein Parkplatz? Zürichs Opernhausplatz zeigt, dass Mehrfachnutzung funktioniert.


Ähnlich sieht es bei der Mobilität aus. Eine wachsende Stadt braucht starke Verbindungen: Der Busbahnhof ist längst überfällig, besser synchronisierte Nachtverbindungen zwischen Bus und Zug am Bahnhof Stettbach wären ein konkreter Gewinn, und für den Veloverkehr braucht es endlich sichere Wege, gerade an der Städtli-Kreuzung.
Besonders am Herzen liegt uns als jungen Dübendorfern das Angebot für die Jugend. Die Kanti gehört dauerhaft nach Dübi, nicht nur als Provisorium. Die Kinder- und Jugendarbeit verdient mehr Ressourcen und wir möchte mehr Aufenthalsräume für Jugendliche. Und mit legalen Graffiti-Flächen gäbe man Kreativität einen Platz, statt sie zu verdrängen.


Und noch etwas ist uns wichtig: die demokratische Beteiligung. Bei 24 Prozent Stimmbeteiligung hat nur ein Bruchteil der Bevölkerung gesagt, was sie will. Politik muss zugänglicher werden, zum Beispiel mit smartvote auf Kommunalebene und Transparenz bei Wahlkampfausgaben.


Dübendorf hat das Potenzial für mehr. Es braucht nur den Willen, hinzuschauen und anzupacken.


Alex Häner und Dario Glasl, Grünliberale GLP