Wir alle stecken ja gerade mitten im Wahlkampf und stellen dort, fast egal welche Partei, immer wieder fest, wie attraktiv Dübendorf ist und was wir für Ideen und Konzepte anbieten, diese Attraktivität in Bezug auf die Lebensqualität, die Innovation und die Arbeitsplätze weiter zu entwickeln, resp. zu erhalten.
Wir sind uns wohl, meine Mutmassung, einig darin, dass Dübendorf als eine der Standortgemeinden eines der bedeutendsten Wirtschaftsprojekte der Schweiz beherbergt: Der Innovationspark Zürich (IPZ) auf dem ehemaligen Militärflugplatz, der in den letzten Jahren erheblich an Fahrt gewonnen hat. ETH Zürich, Universität Zürich sowie erste Industriepartner sind vor Ort präsent. Die finanzielle Basis für die Weiterentwicklung wurde jüngst mit über 445 Millionen Franken substanziell gestärkt. Parallel dazu hat der Kanton Zürich per 1. Januar 2026 eine permanente Fachstelle IPZ im Amt für Wirtschaft eingerichtet, die als Schnittstelle zwischen dem Kanton, der Stiftung Innovationspark Zürich, der IPZ Property AG sowie den Standortgemeinden fungiert.
Aber: holen wir wirklich genug, auch für unsere Gemeinde und unsere Zukunft aus diesem Potential heraus?
Die Dynamik ist aktuell enorm, aber für interessierte Unternehmen fehlt eine zentrale Ansprechperson – die Standortförderung, dies bspw. auch im Gegensatz zu Volketswil, die den Handlungsbedarf erkannt und eine solche Stelle in den letzten Jahren geschaffen hat, mitgetragen von Industrieverein und Gewerbeverband. Wir profitieren von guter Verkehrsanbindung, der Nähe zu Bildungs-und Forschungsinstitutionen, diversen Quartierentwicklungen und der Dynmaik des Innovationsparks, aber wir bieten keine Hand für Unternehmen, die sich in diesem Umfeld ansiedeln wollen.
Die Chancen für Dübendorf liegen bei Zulieferer und Dienstleister (Catering, IT, Sicherheit, spezialisiertes Handwerk, Labs) die bereits in Dübendorf tätig sind und wachsen oder sich neu in der Nähe des Innovationsparks ansiedeln und Steuern vor Ort zahlen, sowie bei Spin-offs, die aus der ETH/UZH-Forschung entstehen und als Aktiengesellschaften in Dübendorf domiziliert werden könnten.
Dies sind unsere attraktiven Arbeitsplätze und Investitionen von morgen. Wir bitten den Stadtrat die Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden zu suchen. Idealerweise liesse sich eine solche Initiative mit allen vier Anliegergemeinden des Innovationsparkes zusammen realisieren, im Sinne eines effizienten Mitteleinsatzes und der Nutzung von gemeinsamen Strukturen und Synergien.
Thomas Maier, Gemeinderat GLP Grünliberale