Montag, 2. September 2019

Motion "Artenvielfalt"

Votum Stefanie Huber: Wir unterstützen die Überweisung der Motion der Grünen als Postulat

„Wir haben von Flavia Sutter bereits gehört, was die OECD gesagt hat. Wir haben auch einen globalen Bericht analog zum IPCC-Bericht. Klima und Biodiversität hängen auch zusammen. Das Wichtige ist: Es gibt Handlungsbedarf. Dies zeigt auch der Umweltbericht des Kantons und derjenige Sitzung vom 02. September 2019 232 Gemeinderat von Dübendorf. Ich habe mir diesen nochmals zur Gemüte geführt. Es ist tatsächlich so, dass Dübendorf Hausaufgaben macht. Wir haben schon viel gehört. Mir ist auch zum Beispiel die Neophytenbekämpfung ein wichtiges Anliegen. Aber es ist auch nicht übertrieben viel, was die Stadt macht. Sie nimmt ihren Handlungsspielraum wahr, aber es könnte durchaus noch mehr sein in Anbetracht der Tatsache, wie wichtig es ist, dass man jetzt handelt. Ich möchte an dieser Stelle auch den Privaten danken, welche sich bereits engagieren, nicht zuletzt im Naturschutzverein. Ohne diese privaten Initiativen würde die Bilanz von Dübendorf um einiges anders aussehen. Glp/GEU unterstützt deshalb, dass wir im Licht der aktuellen Debatte die Auslegeordnung im Natur- und Artenschutz nochmals vornehmen und auch eine Art Denkfenster auftun. Ob das Bestehende noch das Richtige ist, ob es gut koordiniert ist und ob es genug ist. Beispielsweise ist in den letzten Jahren das Wissen gewachsen, was man tun muss, um den Klimawandel nicht nur zu verhindern, sondern sich auch darauf anzupassen. Nur schon zu wissen, welche Baumarten man anpflanzen muss, welche sich auch in 20 Jahren noch halten können. Wir haben auch Neusiedlungsstrukturen in Dübendorf. Wir haben schon den Innovationspark gehört, wir haben auch das Hochbord und wir haben wie Verdichtung rund um das Quartier des Innovationsparkes. Da gibt es Chancen und Risiken, welche man aktiv angehen muss und nicht nur alles auf sich zukommen lassen. Die städtischen Gebiete können eine hohe ökologische Nischendichte haben, aber man sollte dies bewusst angehen. Genau dies ist die Chance, wenn wir das Ganze jetzt einmal aufrollen. In diesem Sinne ist eine Auslegeordnung für Dübendorf gefordert, welche Massnahmen sinnvoll sind und dass man auch darauf schaut, was in den angrenzenden Gemeinden gemacht wird und was dort funktioniert. Wir denken auch, dass die Koordination mit den Nachbarsgemeinden noch ausgebaut werden könnte. Fil Bleu ist eine der Alternativen. So kann man mit den eingesetzten Mitteln noch grössere Effekte erreichen, denn die Vernetzung der Lebensräume sollte ja nicht an der Gemeindegrenze aufhören. Dies ist auch bei den Neophyten bekanntlich so. Wir denken auch, dass die anstehende Revision der Planungsgrundlagen, welche Dominic Müller erwähnt hat, genau der richtige Zeitpunkt ist, diese Auslegeordnung zu machen und dass wir so die Koordination dieser Themen noch besser herstellen können. Wir verstehen, dass die Grünen diesen Vorstoss als Motion eingereicht haben. Damit aber tatsächlich innerhalb von einem halben Jahr die nötigen Grundlagen erarbeitet werden können, welche für die Motion notwendig wären, ist diese etwas zu wenig konkret. Es sind zwar einzelne Massnahmen vorgeschlagen, jedoch sind wir zu wenig weit, um eine Strategie zu präsentieren. Wir werden den Vorstoss als Gesamtfraktion unterstützen, wenn dieser in ein Postulat umgewandelt wird. Als Motion wird es von unserer Seite her nur vereinzelte Stimmen geben. Von dem her erwarten wir bei einer Überweisung als Postulat in einem halben Jahr eine Auslegeordnung und eine grobe Strategie. Dann ist es ein guter Moment, wenn wir als Parlament sagen, in welche Richtung es weiterentwickelt werden soll. Dann können wir auch sagen, ob es Mehrkosten geben soll, falls Bedarf da ist, oder ob die bestehenden Ressourcen anders umgelegt werden müssen. Wir legen dem Stadtrat nahe, sollte es als Postulat überwiesen werden, ja nicht auf die Verlängerungsoption einzusteigen, sondern die nötigen Grundlagen in einem halben Jahr zu erarbeiten.“