Sehr geehrte Präsidentin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, liebes Publikum;
An der letzten PV-Diskussion in diesem Rat habe ich das gallische Dorf bemüht, um auszudrücken, dass die Förderung und der Zubau von Photovoltaik bei uns heute zum guten Ton gehören. Heute haben wir zwei Vorstösse zu diesem Thema vorliegen und können Dübendorf einen Schritt weiter bringen. Die vorliegende Motion hat den Zubau von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden zum Thema, die von uns eingereichte Motion beim nächsten Traktandum möchte eine stärkere Rolle der Stadt Dübendorf, um den Zubau auf dem ganzen Gebiet vorwärts zu bringen.
Unsere Fraktion unterstützt die Motion für mehr städtische PV-Anlagen. Es wäre von Vorteil, wenn sie als Motion überwiesen würde, damit es rasch und verbindlich vorwärts geht, wir unterstützen sie jedoch als Postulat, wenn so eine Mehrheit gefunden werden kann. Uns geht es dabei in erster Linie darum, dass wir als Stadt vorangehen und unseren Beitrag an eine nachhaltige Energieversorgung leisten. Bis 2025 drei PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden zu realisieren, wenn dies eine Mehrheit des GR befürwortet, ist möglich und liegt finanziell drin – da leisten wir uns ganz anderen Luxus in Dübendorf, wo wir eher den Rotstift ansetzen würden als hier und als dass wir dies als nicht finanziell tragbar abtun könnten.
Folgende Hinweise noch von unserer Seite:
- Die mit der ZKB-Jubiläumsdividende finanzierte Anlage auf dem Geeren ist für die vorliegende Motion nicht anzurechnen, das wäre doppelt gemoppelt.
- Die Auslagen für die PV-Anlagen sind eine Investition, jedoch ist der Investitionsbetrag den Einnahmen aus der Solarstromproduktion gegenüberzustellen. Wir erwarten vom SR bei Berichterstattung resp. Antrag, dass er die erwarteten Subventionen und Investitionszuschüsse sowie die Einsparungen über weniger Strombezug mit in die Rechnung einbezieht.
- PV-Anlagen sind dann rentabel, wenn möglichst viel vom produzierten Strom selber verwendet wird. Wir erwarten deshalb mit Bericht resp. Antrag auch Massnahmen, wie dieses Potential bestmöglich ausgeschöpft werden kann, bspw. mit einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, Anpassungen bei den Nutzungen oder dem Einsatz elektrischer Gerätschaften.
Zum Schluss noch ein Wort zum Punkt 4, der Forderung nach Energiestadt Gold. Es ist ein altes Anliegen der glp/GEU, dass wir als Dübendorf zur Energiestadt Gold avancieren, mehrere Vorstösse hierzu belegen das.
Wir haben den Motionärinnen vor der Einreichung mitgeteilt, dass die Forderung als Element dieser Motion fehl am Platz ist. Die Einheit der Materie ist tatsächlich zumindest geritzt.
Eine Kombination mit den PV-Anlagen ist nicht sinnvoll, denn Energiestadt Gold verlangt einen anderen Massnahmenplan als die PV-Anlagen, umfasst einen anderen Zeithorizont usw., das kann ich aus meiner beruflichen Tätigkeit sagen, ich bin selbst Energiestadt-Beraterin.
Aus unserer Sicht stehen klar die im Titel genannten PV-Anlagen im Fokus – das Energiestadt Gold-Label können und sollen wir anderweitig und separat angehen. Dieser Punkt soll deshalb niemand von der Unterstützung der Forderung nach mehr städtischen PV-Anlagen abhalten. Mit den PV-Anlagen haben wir ein klar abgegrenztes Feld mit vollem Handlungsspielraum für die Stadt Dübendorf, wo wir schnell und gezielt eine Wirkung für das Klima erreichen können.
In diesem Sinne danken wir dem SR für die Entgegennahme, mindestens als Postulat, und freuen uns über das PV-Signal, das wir heute Abend aussenden können. Auf dass wir ganz sicher nicht das gallische Dorf sind beim PV-Ausbau in der Region.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Stefanie Huber, Gemeinderätin