Die regierungsrätliche Präsentation der Anschubfinanzierung / Aufstartphase des Innovationsparks hat einige Frage offen gelassen resp. aufgeworfen. Das Generationenprojekt des Innovationsparks bietet für Dübendorf als Standortgemeinde viele Chancen. Um diese jedoch optimal zu nutzen, müssen die eigenen Handlungsspielräume früh erkannt und wahrgenommen werden.
Wenn wir früh genug aktiv werden und unsere Anforderungen einbringen, können wir eher sicherstellen, dass der Innovationspark für Dübendorf, seine BevöIkerung, Wirtschaft und Umwelt einen wirklichen Mehrwert bringt.
Wir bitten den Stadtrat deshalb um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1) Welche Möglichkeiten hat die Stadt Dübendorf, eine optimale Umsetzung des Gestaltungsplans einzufordern? Wir denken hier neben der Erschliessungsqualität mit öV und dem Langsamverkehr an städtebauliche Qualität, hohe energetische Anforderungen der Gebäude, nachhaltige Ver- und Entsorgungskonzepte sowie die Sicherstellung von ökologischen Anliegen (2.B. Erhalt Grundwasserkörper, Magerwiesen, Gebäude im Einklang mit dem Energiestadt-Label usw.)
2) Man dürfte erwarten, dass ein Projekt mit Titel ,,Innovationspark» auch bezüglich der
Planung, Erstellung und Bewirtschaftung,,innovativ» und v.a. auch nachhaltig ist. Dies
bezieht sich auf ökologische ebenso wie wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte.
Im Gestaltungsplan wird dies nicht offensichtlich angestrebt, es kann bestenfalls von
,,State of the Art» gesprochen werden.
Wie schätzt der Stadtrat dies ein? Welche Möglichkeiten hat die Stadt Dübendorf, hier
als Standortgemeinde weitergehende Impulse zu geben oder im Rahmen der Baubewil-
ligungen Anforderungen zu stellen?
3) Wie stellt die Stadt Dübendorf jetzt konkret sicher, dass auch die umliegenden Quar-
tiere sowie die lokale Wirtschaft in die städtebauliche und wirtschaftliche Entwick-
lung miteinbezogen werden? Gibt es Möglichkeiten, auch Gebiete ausserhalb des ei-
gentlichen Perimeters des Innovationsparks in diese Aufbauphase einzubeziehen?
4) Welche Infrastrukturkosten werden auf die Stadt Dübendorf zukommen? Welchen
Anteil dieser Infrastrukturkosten kann sie den künftigen Nutzerinnen und Nutzern des
Innovationsparks weiterverrechnen? Welcher Anteil wird durch die Anschubfinanzie-
rung des Kantons gedeckt? (Bitte u.a. ausftihren für Verkehr, Abfall, Wasser/Abwasser,
Stromleitungen, öffentliche PlätzelPärke, weiteres. )
5) Welche Möglichkeiten hat die Stadt Dübendorf, den Modalsplit von 600/o öffentlichem
Verkehr einzufordern? Welche Projekte unterstützt sie mit ihrer Planung für eine
grösstmögliche Erschliessung mit öV und Langsamverkehr?
6) Welche Möglichkeiten hat die Stadt Dübendod die Verkehrserschliessung von Inno-
vationspark und fliegerischen Nutzungen auf dem heutigen Flugplatzareal zu koordinie-
ren resp. eine Koordination einzufordern?
7) Dübendorf ist als Standortgemeinde ein wichtiger Partner für den Kanton und den
Bund, was die künftigen Nutzungen anbelangt, sowohl bezüglich Innovationspark wie
auch aviatische Nutzungen. Wie plant der Stadtrat vorzugehen, damit Dübendorf seine
Interessen wahrnehmen kann und bezüglich der eigenen Ideen (Stichwort Werkflug-
platz) auch gehört wird?
Stefanie Huber, Gemeinderätin Grünliberle/GEU