Wer an der Spitze bleiben will, stimmt Nein zur «10-Millionen-Initiaitve»

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Wer an der Spitze bleiben will, stimmt Nein zur «10-Millionen-Initiaitve»

Was ist schwieriger? An die Spitze zu kommen oder dort zu bleiben? Wer diese Frage einem erfolgreichen Spitzensportler stellt, der erhält sehr schnell die Antwort: oben bleiben ist die grössere Herausforderung. Wie verhält es sich diesbezüglich mit unserem Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg in der Schweiz?

Wahrscheinlich sehr ähnlich: in gut zwei Wochen entscheiden wir mit der Abstimmung über die «10-Millionen-Initiative» wieder einmal über eine wesentliche Weichenstellung mit grosser Auswirkung auf eingangs gestellte Frage ab.

 

Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten enorm an unseren hohen, krisenfesten Wohlstand und erfolgreiche Wirtschaft mit guten Jobaussichten für fast alle gewöhnt. Ich «liebe» diesen Zustand und möchte diesen «bewahren». Neben unserem eigenen Fleiss und unserer Innovationskraft ist die Zuwanderung ein wesentlicher Pfeiler dieses Erfolges. Sie hält unser System am Laufen. Ich habe selbst in vielen Ländern, v.a. im Osten Europas, gesehen, was passiert, wenn dieser Pfeiler wegbricht: ganze Landstriche entvölkern sich wegen der Perspektivlosigkeit & die Infrastrukturen werden Stück für Stück schlechter, ganz nebenbei nimmt die kulturelle Vielfalt massiv ab.

 

Ich möchte an der Spitze bleiben und stimme daher Nein zur 10-Millionen-Initiative. Natürlich adressiert sie direkt unsere Wachstumsschmerzen, die mit der Zuwanderung verbunden sind. Nur, sie löst sie nicht, sondern sie zerstört vieles. Leider hat es Bundesbern verpasst, konkrete Lösungen direkt vorzuschlagen. Dabei sind diese so einfach. Wir sollten: die gefragten Berufe wie in der Pflege, der Gastro oder im Handwerk in der Ausbildung stärken und wieder besser bezahlen. Wir müssen mit guten Strukturen alle im Arbeitsleben halten und wer als Firma jemanden aus dem Ausland anstellt, sollte eine «Extraabgabe» bezahlen müssen.

 

Bereits heute kämpfen viele andere Länder um mehr Zuwanderung, um wirtschaftlich wieder erfolgreich sein zu können, Italien als ein Beispiel. Wir haben viel die bessere Ausgangslage. Tragen wir doch einfach zu unserem Erfolg Sorge, lösen die echten Probleme und lehnen diese für uns alle äusserst schädliche Initiative klar ab.

 

Thomas Maier, Grünliberale Dübendorf